Ein Bericht unseres zeitreisenden Reporters aus Dresden

Dresden, 25. Dezember 1745. “Ich segne den Himmel für diese gute Nachricht“, rief König Friedrich II., nachdem der „Frieden von Dresden“ eingetreten war.
Er verheimlichte allerdings, dass er den Krieg angezettelt hatte.

Sechs Monate nach seiner Thronbesteigung im Jahre 1740 begann Friedrich Ⅱ. – auch „Der Alte Fritz“ genannt – am 16. Dezember den Ersten Schlesischen Krieg. Auslöser für seinen Angriff auf Schlesien war der Tod des habsburgischen römisch-deutschen Kaisers Karl VI., der ohne männlichen Erben geblieben war.
Dessen älteste Tochter Maria Theresia hatte gemäß einer bereits zu seinen Lebzeiten im Jahr 1713 angeordneten Thronfolgeregelung, der sogenannten Pragmatischen Sanktion, die Nachfolge angetreten.
So meinte Friedrich Ⅱ. die Muskeln spielen lassen zu müssen
Aus dem vermeintlich leichtem Spiel gegen Maria Theresia wurde ein grausamer Krieg, der alle Seiten Niederlagen und Verluste kostete.
Nach fast fünf Jahren harten Kriegs war der Heroismus gewichen gegen Frustration:
„Der Schmerz um gefallene Freunde ist der Wermutbecher, den die Vorsehung allen Kriegstriumphen beigesellt hat, um die übermäßige Freude am Siege herabzumindern.“

So kam es schließlich zum „Frieden von Dresden“ am 25. Dezember 1745.

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