Ein Bericht unseres zeitreisenden Reporters aus Aachen

Rom, 25. Dezember 800.
„Carolus Magnum, Augustus, conciliet magnum, et pax a Deo pacifera Imperatoris Romanorum, vita et victoria“, tönen die frenetischen Jubelschreie durch Alt St. Peter zu Rom.

Es ist so weit, worauf die Christliche Welt lange gewartet hatte.
Karl der GroßeKarl der Große Karl der Große (französisch: „Charlemagne”) erlangte am 25. Dezember 800 als erster westeuropäischer Herrscher seit der Antike die Kaiserwürde, die mit ihm erneuert wurde., Sohn des Pippin, wurde gerade durch Papst Leo Ⅲ. zum Römischen Kaiser gekrönt.

„Karl, der Erhabene, dem von Gott gekrönten großen und friedbringenden Kaiser der Römer, Leben und Sieg!“

Nun ist auch die Thronvakanz in KonstantinopelKonstantinopel Die Stadt Konstantinopel (heute Istanbul) wurde von Siedlern aus dem griechischen Mutterland um 660 v. Chr. unter dem Namen Byzantion (Byzanz) gegründet. beendet.
Dort hatte zwar seit dem Jahr 797 Irene von ByzanzDas Byzantinische Reich Das Byzantinische Reich (kurz „Byzanz”) war ein Kaiserreich im östlichen Mittelmeerraum. de facto die Alleinherrschaft, doch aus dem zentralen Aspekt der Geschlechtsvormundschaft durch die Männer, erkannte dies die Römische Kirche nicht an.

Karl bleibt die Anerkennung als weströmischer Kaiser durch Konstantinopel allerdings zunächst versagt.
Diese Krönung ist die Gründung des abendländischen Kaisertums, das sich als Fortsetzung des römischen Kaisertums versteht (Translatio imperii). 

Unklar ist, ob die Krönung in dieser Form von Karl selbst gewollt war.
Einhard, ein bekannter Chronist dieser Zeit, behauptete dem „Sekundenzeiger der Geschichte“ gegenüber, dass Karl die Kirche sicherlich nicht betreten hätte, wenn er von Papst Leos Vorhaben gewusst hätte.

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