Steampunk-Picknicks sind Zusammenkünfte, bei denen sich Steampunks und Zeitreisende in viktorianischer Gewandung treffen, um miteinander zu plaudern und sich auszutauschen.
Wer allerdings glaubt, dass dort alles harmonisch zu geht, täuscht sich.

Vor einem Jahr, am 23. Juni 2019, fand ein Steampunk-Picknick in Karlsruhe statt.
Da bei manchen Picknicks auch ein kleines Unterhaltungsprogramm stattfindet, wurden wir als Zeitpolizei geladen, um die Zeitreisenden zu kontrollieren.

Die Zeitpolizei ist zuständig dafür, dass auf Zeitreisen keine Manipulationen stattfinden, denn das würde den Lauf der Geschichte ändern.
Sie agiert in der Regel im Verborgenen, um zum Beispiel Paradoxa zu neutralisieren.
Die Zeitpolizei kontrolliert auch Zeitreisedokumente wie Passports und Visa. Niemand darf unkontrolliert auf Zeitreise gehen.

Wir waren schon etwas früher dort, um uns mit dem Organisator abzusprechen. Wir stimmten uns ab und waren guter Dinge.

Während wir uns mit Freunden auf dem Platz vor dem Karlsruher Schloss trafen, wurden zwei Reporterinnen auf uns aufmerksam, besonders auch deswegen, weil wir riesige Waffen trugen.
Wir teilten ihnen mit, wer wir seien und worin unsere Aufgaben bestünden.
Auch sagten wir, dass wir am frühen Nachmittag mehrmals die Kleinbahn kontrollieren würden.

Jemand im Mittelalter käme zu Tode durch einen rollenden Stein.
Nun käme ein Zeitreisender und stieße ihn weg.
Die Aufgabe der Zeitpolizei ist es dann, dass der Mann – wie vorbestimmt – doch zu Tode käme.

Die Reporterinnen sagten folgerichtig, dass wir die Exekutive wären.
Wir witzelten: „Wir sind nicht nur die Exekutive, wir exekutieren auch.“

Während des Picknicks kontrollierten wir immer wieder Personen und ließen uns ihre Dokumente zeigen.

Wir verwarnten eine Frau, die keinen Passport hatte und wiesen sie an, sich so einen zu besorgen und sich dann wieder bei uns zu melden.
Etwas später lief sie uns wieder über den Weg und meinte dann zu uns: „Ich konnte mir keinen Passport besorgen, weil die zuständige Stelle keine mehr hat. Die müssen Sie auch verwarnen.“
Das taten wir zur Erheiterung aller.

Es gibt eine selbst deklarierte „offizielle Stelle“, bei der die Passporte erworben werden können. Diese kleben neben anderen „Stellen“ auch sogenannte Visa et cetera in die Passporte, als Erinnerung.

Die Kontrolle der Kleinbahn, die im Schlossgarten fuhr, war ein riesiger Erfolg. Die Passagiere empfanden dies als sehr amüsant.
Mit einem anderen Paar hatten wir ausgemacht, dass diese im Zug sitzen und türmen sollten, wenn wir kontrollierten.
Wir wollten sie aufhalten, sie rannten, doch wir schossen hinter ihnen her.
Der Mann sollte dann hinfallen und die Frau beugte sich weinend über ihm.
Mitglieder einer Steamfolkband standen darüber und sangen: „Und sie tanzen bis in die Ewigkeit.“.

Am nächsten Tag erschien ein großer Artikel in der regionalen Zeitung.
Die Zeitpolizei wurde in einem großen Absatz gewürdigt.
Wir waren sehr stolz und teilten den Bericht und schickten ihn an Freunde weiter.
Am Nachmittag fragte uns ein Freund, wo den der große Absatz über uns sei. Er habe nur einen Satz gelesen, dass eine „selbsternannte Zeitpolizei“ auch dabei gewesen sei, mehr nicht.
Wir kontrollierten und stellten fest, dass der Artikel geändert worden war.

Wir forschten nach und nach ein paar Telefonaten stand es fest.

Jemand, der sich selbst „Baron“ nennt, hatte bis zu diesem Picknick die davor organisiert.
Wir hatten mit ihm nie ein Problem gehabt.
Als jedoch über uns ein Zeitungsartikel erschien und auch ein Filmbeitrag bei „SWR 3 – Heimat“ gesendet wurde, mied er uns.
In sozialen Onlinenetzwerken entfreundete und blockierte er uns.
Bei Treffen und Picknicks setzte er sich absichtlich irgendwo anders hin, weit weg von uns und stand auf, wenn wir in seine Nähe kamen und ging weg,

Wir und unsere Freunde vermuten, dass Neid dahinter steckt.

Diesem „Baron“ hatte es nicht gepasst, dass wir beide so einen riesigen Erfolg als Zeitpolizei gehabt hatten und dass unsere Aktionen so positiv aufgenommen wurden. Wir bekamen Lob von sehr vielen Leuten.

Wir hatten auch von anderen in den oben erwähnten Telefonaten erfahren, dass er hinter unserem Rücken schon früher Intrigen geschmiedet hatte, obwohl wir mit ihm (nichts mehr) zu tun hatten.
Wir erfuhren auch, dass Gerüchte kursierten, die immer wieder vom „Baron“ und einem selbsternannten „Doktor“, den wir nicht mal kannten, angefeuert wurden, wir wären Rechtsradikale.
Jetzt war klar, warum wir manche Online-Freunde bei den Steampunks verloren hatten.

Es wurde behauptet, wir wären Mitglieder der AfD. Als Beweis wurden Fotos herangezogen, die von uns stammten und Mitglieder dieser Partei zeigten. Diese waren mit einem sehr kritischen Bericht über die AfD in einer großen, überregionalen Zeitung erscheinen.
Diese Tatsache wurde aber verschwiegen, ebenso wie, dass wir auch über Parteitage der Grünen, der Linken, der SPD, CDU, FDP berichtet hatten.
Als Journalisten muss man neutral sein und man kann sich nicht immer alles aussuchen.
Auch wurde uns „zur Last gelegt“, dass wir ein Interview mit Viktor Orban geführt hatten. Das stimmte. Es erschien in einer großen überregionalen Zeitung während eines Besuchs Orbans in Deutschland.
Unsere Bilder erscheinen nebenbei bemerkt in der Datenbank der Deutschen Presseagentur, Associated Press und der European News Agency..

Es wurden bewusst Tatsachen verdreht, falsch dargestellt und über uns Lügen verbreitet.
Alles nur aus Neid heraus!

Wir erfuhren, dass der sogenannte „Baron“ und sein Kumpel „der Doktor“ in engem Kontakt standen und sich über uns deswegen aufgeregt hatten, dass wir dort aufgetaucht waren.
Zudem hätten wir uns erdreistet, uns als „Behörde“ auszugeben.
Angeblich hätten wir andere provoziert, beleidigt und sie bedroht.
Der Organisator des Steampunk-Picknicks wusste nichts davon. Den anderen Mitverantwortlichen war ebenfalls nichts bekannt.

Der „Baron“ hatte am Montag, als der Zeitungsartikel herausgekommen war, über einen „Mittelsmann“ in der Redaktion anrufen lassen.
Er war zu feige, es selbst zu tun.
Es wurde zum Leidwesen der Organisatoren, Verantwortlichen und Akteure maßgeblich gelogen und viel Unsinn über uns erzählt.
Der „Mittelsmann“ setzte die Verfasserin so unter Druck, dass sie den Online-Artikel änderte und uns nur lapidar als „selbsternannte Zeitpolizei“ nannte, die auch da war, aber andere, die nicht öffentlich in Erscheinung getreten waren, plötzlich in den Fokus rückte.

Im Telefonat mit der Reporterin erfuhren wir, dass sie angeblich nichts über die Strukturen bei Steampunk gewusst hätte und zu dem Schluss gekommen sei, den Bericht zu ändern.

Die einzige Passage, die auf Geheiß des „Barons“ geändert wurde, war die über die Zeitpolizei.

Die Reporterin hatte sich einseitig von einer ruppigen Person manipulieren lassen.

Dies war eine von vielen Mobbing-Attacken, die so oder so ähnlich zwischen den Steampunks immer wieder aufflammen, nicht nur bei uns oder um uns.

Da wir wissen, wer dahinter steckt, können wir agieren.

Und wir werden nicht mehr nur reagieren, sondern agieren!

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