Ein Bericht unseres zeitreisenden Reporters aus Paris

Paris, 1783.

Am Ende des 18. Jahrhunderts begehrten die Franzosen auf und riefen aus der Hungersnot heraus: „Wir haben kein Brot.“

Marie Antoinette, die Gespielin des Königs, kam nach einiger Zeit heraus, zeigte sich und sagte: „Wenn Ihr kein Brot habt, esst doch Kuchen!“.

Der Philosoph, Chronist und Memoirenschreiber Jean-Jacques Rousseau hatte übrigens diesen Satz nicht aufgeschrieben.

Was aber auffällig ist, ist, dass sie diesen Spruch schon als Kind gesagt haben soll, denn Rousseau hatte diesen schon nachweislich in den 1760-er-Jahren aufgeschrieben.
Zu diesem Zeitpunkt war Marie Antoinette noch nicht am französischen Hofe und sie war erst zehn Jahre alt.

Bei einer Reportage in Spanien wurde mir berichtet, dass dieser Satz auch schon von Maria Theresia von Spanien ausgesprochen worden sein solle.

Kurioserweise bedachte man nach der Französischen Revolution mehrere Töchter Ludwigs XV. auch damit.

Meine mannigfaltigen Recherchen haben ergeben, dass es sich hierbei wohl – Nennen wir es – „Wanderanekdote“ handeln muss.

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