Zeitreise

Ein Bericht unseres zeitreisenden Reporters aus London

London, 6. Juni 1844. Heute fand die Gründung der „Young Men’s Christian Association“ statt durch George Williams.
Damit wurde ein internationales Zeichen für alle „Jünglingsvereine“ gesetzt.

Er hatte das Ziel, jungen Männern in der Großstadt Glaubens‑ und Lebensorientierung zu geben.
Diese wurde im eigenen Vereinshaus auf biblischer Grundlage erteilt.
Aus dieser Idee entstand in wenigen Jahren eine weltweite Bewegung.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam es im Zuge der Industrialisierung zu christlichen Erweckungsbewegungen in Europa und Amerika.
Zahlreiche christliche „Enthaltsamkeitsvereine“ entstanden in dieser Zeit.,
Diese schlossen sich zu nationalen Verbänden zusammen.

In Deutschland entstanden auch in dieser Zeit evangelische sogenannte „Jünglingsvereine“. Aus ihnen sind später viele CVJM hervorgegangen. Der erste Jünglingsverein (und damit im Grunde der erste deutsche CVJM) reicht zurück ins Jahr 1823, mit der Gründung des Missions-Jünglings-Vereins Barmen-Gemarke.

In der Gegewart sind die einzelnen Ländergruppen unter der „World Alliance of YMCAs“ zusammengeschlossen.
In Deutschland ist der YMCA auch als CVJM – „Christlicher Verein Junger Männer“ – bekannt. Auch nennt sich „World Alliance“ hier „CVJM-Weltbund“.
In der Schweiz nennt er sich „CEVI“,

Die Botschafter der Republik Chronaspheria, Sabine und Dietmar von Syntronica, sind sehr kommunikativ. Diplomatie gehört ebenso zu ihrer Tätigkeit wie Kontakte zu knüpfen.

So kann es manchmal leider passieren, dass Personen ablehnend sind, obwohl man sich sehr viel Mühe gegeben hat.

In Stuttgart gibt es eine Gruppe, die sich „Hochadel“ nennt. Diese flanieren in historischen Kostümen vor und um die Villa Berg.

Dietmar, Edelherr von Syntronica schickte dem Hochadel eine Depesche, dass sie gerne mit ihnen flanieren würden am nächsten Termin.
Er ging darauf ein, dass die Edelleute mit vielen historischen Vereinen zusammenarbeiteten und bis jetzt nur Gutes dabei herausgekommen sei.
Auch lobte er deren Engagement bezüglich Königin Olga von Württemberg.
Er schickte ihnen auch Bilder mit verschiedenen Gruppen und Lokalitäten.
Die Bilder von den Edelleuten zeigten diese in viktorianischer Gewandung.

Der Hochadel lehnte das Treffen lapidar mit der Begründung ab, dass die Edelleute ja „Steampunks“ seien und sie eben „Hochadel“.
Die Antwort des Edelherrn, dass die Gewandung der Edelleute und die Kostüme des „Hochadels“ sehr ähnlich seien und man sich auch im Hintergrund halten würde, zog nicht.

Um aber nicht so abweisend zu sein, bot man an, dass man ja in „Zivil“ kommen könnte, sich aber im Hintergrund halten solle.

Welche Intention der „Hochadel“ verfolgte, wurde kurz nach diesem „Angebot“ klar.

Der Edelherr hatte ihnen ja Verweise zu den Fotoalben „Zeitreisende Botschafter unterwegs“ und „Viktorianisch“ geschickt, ebenso zu diversen anderen Quellen, wie die „Botschaft der Republik Chronaspheria“.

Die verantwortliche Person hatte anscheinend soviel Angst, dass die Edelleute von Syntronica kommen könnten, dass sie an jede bekannte Adresse eine Depesche schickte, mit der Bitte, fernzubleiben.

Wie bereits berichteten, waren die Botschafter der Republik Chronaspheria, Sabine und Dietmar Edelleute von Syntronica auf eine unbekannte Insel gelandet.Sie haben uns Lichtbilder überlassen, zu denen sie mit einem Abenteuer aufwarteten.

Es war an dem Tag, an dem wir von einer Mission im Jahre 1794 zurückkamen
Wir sind ja durch eine Beschädigung an der Ortstransmissionsapparatur auf eine Insel teleportiert worden anstatt nach Monasteria.
Die Insel lag irgendwo im Pazifischen Ozean nahe Babeldaob.

Wir schauten uns um und waren fasziniert von der Flora und Fauna.
Unsere Hündin Cora tollte herum und man sah, dass es auch ihr gefiel.

Bei unserem Erkundungsspaziergang kamen wir bei einem umgekippten Baum vorbei.



Wir nahmen unsere Kamera und einige Photoplatten aus dem Luftschiff und fertigten Erinnerungsbilder an.



Hinzu kam, dass das Wetter ausgesprochen schön war.



Aus welchem Grund auch immer, tat Cora plötzlich ihren Unmut kund, um uns mitzuteilen, dass irgend etwas nicht stimmte.
Wir nahmen an, dass sie beleidigt war, weil sie für kurze Zeit keine Aufmerksamkeit hatte.



Auch dem Edelherrn machte sie klar, dass irgendwas nicht stimmte. Sie bellte und knurrte auch den umgekippten Baum an.


Der Edelherr stand auf und ging um den Baum herum, um cora zu beruhigen, doch ihm fiel auf, dass der Baumstumpf, der logischerweise noch in der Erde stecken musste, nirgends in der Nähe zu finden war.


So holte die Edelfrau ein magisches Kästlein aus dem Luftschiff, das grün leuchtet, wenn etwas lebt.


Es handelte sich um eine Lebenwesen mit dem Namen „Phobaeticus serratipes„, eine Heuschrecke aus der Familie der Gespensterheuschrecken, die bekannt ist als „Wandelnder Ast“.
Dieses Tier sieht nämlich wie ein Ast aus und tarnt sich so gegen Fressfeinde.



Es gelang den Edelherrn sogar, sie zu reiten. Sie ließ sich sehr gut führen.

Copyright/Inhaber des Urheberrechts dieser Geschichte:

Dietmar Schneidewind, www.d-sch.com


Ein Bericht unseres zeitreisenden Reporters aus Prag

Prag, Böhmen, 23. Mai 1618. Heute eskalierte die angespannte Lage zwischen den Protestanten und den Katholiken in der böhmischen Hauptstadt Prag. Etwa 200 Protestanten taten ihrem Unmut kund und zogen zur Burg.

Der Anführer der Protestanten Heinrich Matthias von Thurn hatte spontan zu einer Versammlung der protestantischen Stände geladen. Ausgelöst wurde die Empörung durch den Abriss der evangelischen Kirche in Klostergrab und die Schließung der St.-Wenzels-Kirche in Braunau, befohlen vom katholischen Landesherren Kaiser Matthias.

Danach zogen er und etwas 200 Vertreter sympathisierender Stände zur Burg. Dort inszenierten sie einen Schauprozess, der darin endete, eine Gewalthandlung in der Form der sogenannten „Defenestration“ (Fenstersturz) an den königlichen Statthaltern Jaroslaw Borsita Graf von Martinitz und Wilhelm Slawata von Chlum und Koschumberg sowie dem Kanzleisekretär Philipp Fabricius vorzunehmen.

Obwohl sie siebzehn Meter tief aus dem Fenster in den Burggraben stürzten, überlebten alle drei mit leichten Blessuren.

Der Fenstersturz markierte den Beginn des Aufstands der böhmischen Protestanten gegen die katholischen Habsburger.
Sollte Kaiser Matthias angemessen reagieren, könnte es zu einem Krieg zwischen den beiden verfeindeten Parteien kommen.

Aⅿ Rande einer Tagung der „Organisation der Zeitreisenden“ plauderten die Botschafter der Republik Chronaspheria, Sabine und Dietmar, Edelleute von Syntronica, aus dem Nähkästchen.

Wir wollten mit unserem Schiff gerade landen und hatten fast aufgesetzt, als uns eine Temporaldroschke rammte. Der Schaden war nicht groß und war binnen zweier Tage behoben.

Einige Tage später kamen wir aus dem Jahre 1794 zurück und wunderten uns, dass wir nicht in Monasteria, sondern irgendwo über der See materialisiert hatten.
Wie sich bei einem Termin in der Werkstatt herausstellte, war die Ortstransmissionsapparatur, nicht aber der Temporaltransmitter defekt, weswegen wir irgendwo in der Nähe von Babeldaob im Pazifischen Ozean auf einer Insel gelandet waren.
Wir vermuten, dass die Ursache der Unfall mit der Temporaldroschke war.

Die Insel mutete seltsam an, nachdem wir sie einige Zeit erkundet hatten.
Es gab dort sehr große bunte Vögel, die wir trotz unserer vielen Reisen nicht kannten.
Auch waren dort die Früchte sehr groß, das Gras war sehr hochgewachsen und die Halme sehr breit.

Hinter einer Lichtung sahen wir plötzlich etwas, das aussah wie ein großer Vogelkäfig, rund und oben eine Halbkugel aufgesetzt.
Als wir näher kamen, sahen wir, dass dort auf einem Holzpodest ein goldener Vogel saß. Unten auf dem Boden scharrten schwarze in der Erde.


Wir nehmen unsere Kamera und ich machte von meiner Gemahlin und Cora neben dem Käfig Lichtbilder.
Die großen Vögel reagierten nicht auf uns. Es kam mir so vor, als bemerkten sie uns gar nicht.


Wir tauschten kurz die Position. Und meine Gemahlin machte Lichtbilder von mir.


Plötzlich flatterte ein großer Vogel auf sie zu und setzte sich neben ihr.
Der Rabe sagte krächzend, aber immerhin verständlich zu ihr: „Bitte hilf mir!“.
„Was kann ich denn tun!“, fragte sie, denn der Rabe schien friedfertig.
„Der goldene Rabenkönig hat meine Frau und unsere Küken in seinen Palast gesperrt. Könnt Ihr die drei befreien?“
„In welchen Palast?“
„Hier dieser“, sagte er, während er den Kopf zum Käfig drehte, „da wo der andere Flügellose neben steht.“
„Ach! Du meinst meinen Gemahlen?“
„Wie immer Du ihn nennst. Er kann nicht fliegen, weil er flügellos ist.“
Sabine Edelfrau von Syntronica, lachte leise.
„Hast Du das gehört?“ wandte sie sich an mich.


„Wir helfen Dir gerne“, sagte ich und begann, den goldenen Rabenkönig zu ärgern, indem ich nach ihm griff und ihn provozierte.
Währenddessen grub Cora hinter ihm, sodass er es nicht sehen konnte, ein Loch, damit die anderen, schwarzen Raben sich befreien konnten.
Der goldene Rabenkönig wurde richtig aggressiv und ich hatte Angst um meine Finger, die er jedoch nicht erwischte.


„Vielen Dank, Flügelloser“, gedankte sich der Rabe bei mir, „Ihr habt meine Familie gerettet.“
Cora hatte das Loch nach der Flucht seiner Rabenfrau und den Küken wieder zugebuddelt.


Nachdem wir von allen Befreiten Schnabel-Küsschen bekommen hatten, flogen sie noch in Eskorte mit uns zur unserem Luftschiff.

Frohen Mutes, etwas Gutes getan zu haben, flogen wir nach Monasteria, aber manuell.
Es dauerte etwas länger, aber wir kamen bald zu Hause an.

Nachdem wir die Ortstransmissionsapparatur reparieren gelassen hatten, versuchten wir nochmals Richtung Babeldaob zu fliegen.
Wir kamen dort auch an, doch wir fanden nirgends diese seltsame Insel.


Copyright/Inhaber des Urheberrechts dieser Geschichte:

Dietmar Schneidewind, www.d-sch.com

Das Steampunk-Picknick findet nun statt am

13.9.2020 ab 12 Uhr mittags.

Aufgrund der Corona-Pandemie waren wir gezwungen, es erst abzusagen.
Wir konnten aber glücklicherweise im Austausch mit dem Römermuseum „Villa Rustica“ einen neuen Termin finden.

Alle interessierten – ob mit oder ohne Gewandung, aus welcher Epoche auch immer – sind herzlich eingeladen.

Falls es schlechtes Wetter ist, können wir uns in den Portikus (im Museum mit Bierbänken und –tischen) aufhalten.

Kleinhändler bzw. Kleinanbieter können gerne ihre kleinen Stände aufbauen.
Bitte dies vorher mit uns absprechen.

Maßnahmen bezüglich der Corona-Krise

Wir sind im stetigen Kontakt mit dem Sozialministerium und den Ordnungsbehörden.

Stand 24.6.2020
Teilnehmer, Fotografen und Besucher müssen eine Alltagsmaske beziehungsweise einen Mund-Nase-Schutz tragen.
Gruppenfotos gibt es nur mit Masken.
Theoretisch könnte man mit Abstand auch ohne Maske posieren.
Im Außenbereich sind Masken keine Pflicht, wenn der Mindestabstand gewährt ist.

Der Abstand von 1,5 bis 2 Metern muss eingehalten werden.

Um eine eventuelle Nachverfolgung zu gewährleisten, falls sich herausstellt, dass jemand infiziert war oder ist, muss jeder seine Daten hinterlassen.



Wir haben ein kleines Erhebungsblatt (Zettel) für jeden, auf denen er/sie die Kontaktdaten aufschreiben muss.
Dies sind der Realname und wahlweise die Telefonnummer oder die E-Mail-Adresse oder die Wohnschrift.

Diese „Zettel“ werden in eine versiegelte Box mit Schlitz gesteckt.

Falls keine Corona relevanten Maßnahmen stattgefunden haben, werden wir die Box, die wir nicht öffnen, nach vier Wochen, also Mitte Oktober, vernichten.

Sollten die Ordnungsbehörden an uns herantreten, müssen wir die Adressen an diese zwecks Kontaktaufnahme weitergeben.

Von uns aus werden wir die Box nicht öffnen.

Falls wir für ein Gruppenfoto laut Sozial‑ beziehungsweise Gesundheitsministerium keine Masken oder Mundschutze bräuchten, sollten wir trotzdem ein „Erinnerungsfoto“ mit Masken machen.
Also ein Gruppenfoto, auf dem alle eine Maske tragen.

Wer von Schorndorf oder Winterbach sowie der Nähe kommt, kann sich melden, denn jemand bietet Mitfahrgelegenheiten an.

Wir freuen uns auf Gewandete und Zivilisten!

Wer sich nicht über Facebook anmelden kann, kann es mit dem folgenden Formular tun.

Ein Bericht unseres zeitreisenden Kriegsberichterstatters aus Bebelingen

Bebelingen, 12. Mai 1525. Der Deutsche Bauernkrieg ist verloren. Auf den Seiten der Bauern wurden 3000 Tote beklagt. Der Truchsess von Waldburg kann sich den Sieg auf seine Fahnen schreiben.

An heutigen Dienstag passierte die wohl größte Katastrophe am Goldberg, einem Gebiet, dessen Gemarkung sich zwischen Bebelingen und Sindelvinga erstreckt. Stadtschreiber Magister Thomas Bechlin spricht dem „Sekundenzeiger der Geschichte“ gegenüber sogar von der größten menschlichen Katastrophe des Jahrtausends.

Was war passiert?

Im Jahre des Herren 1514 hatten sich Bauern im Remstal gegen ihre Herren erhoben, um mehr politische Rechte zu bekommen.
Diese Vereinigung war unter dem Namen „Der arme Konrad“ bekannt.
Die Forderung resultierte aus den Schriften Martin Luthers. Das Volk und insbesondere die Bauern lasen aus Luthers Worten, dass der Christenmensch nicht nur zum Arbeiten und Beten geschaffen wurde, sondern auch, um politischen Einfluss zu nehmen oder sich zu betätigen.
Das Bestreben nicht nur des „armen Konrads“ wurde allerdings von Luther abgelehnt, da er davon überzeugt war, dass der Mensch nach dem Tod den Himmel habe und es nicht schon ein Himmel auf Erden geben dürfe.
Der Bauernführer Thomas Münzer war erst auf der Seite Luthers gewesen, hatte sich aber von ihm abgewandt, da Luther die Bauern als räuberische und mörderische Rotten bezeichnet hatte.

Die schwäbischen Bauern hatten mit ihren zwölf Artikel umfassenden Forderungskatalog versucht, ihre Rechte friedlich durchzusetzen, was aber am Widerstand und der Unbeweglichkeit der Fürsten und des Klerus scheiterte.
Da sie ihre Ziele „mit Lieb und Fründtschaft“, wie es in der „Memminger Bauernordnung“ zu lesen ist, radikalisierten sie sich zunehmend.
Raubzüge gegen Burgen und Klöster hatten hier ihren Ursprung.

Im Tale des Botebur formierten sich Bauern und zogen von dort in Richtung Degerloch, wobei sich immer mehr Bauern anschlossen.
Anfang Mai zogen sie nach Herrenberg und nahmen diese ein.
Der württembergische Bauernhaufen war auf 8000 Mitglieder angewachsen.

Gleichzeitig hatten sich im Schönbuch und im Ammertal Bauernhaufen gebildet.Diese zogen nach Bebelingen und versuchten die Stadt einzunehmen, was aber an einer List scheiterte, da der Magistrat behauptete, die Stadt sei durch den Einfall Herzog Ulrichs entwaffnet worden.

In Herrenberg war währenddessen der Truchsess von Waldburg mit seinen Mannen erschienen und hatte die Bauern durch Kanoneneinsatz vertrieben.
Sie flüchteten zur Gemarkung Goldberg zwischen Bebelingen und Sindelvinga.
Am frühen Morgen des 12. Mais zogen die Mannen des Truchsess von Mauren kommend zum Goldberg, woraufhin der „Gewalthaufen“ und der „Verlorene Haufen“ der Bauern Aufstellung nahmen.
Innerhalb weniger Stunden war das 15000 Mann erstarkte Bauernheer von den Truppen des Truchsessen, die nur 7000 bis 8000 Mann zählten, blutig besiegt worden. Der Großteil der Bauern flüchtete in die Wälder.
3000 Bauern fielen dem blutigen Gemetzel zum Opfer. Auf Seiten der Reiterei fielen laut offiziellen Angaben 50 Soldaten.

Die Bauern schieden allerdings nicht aus dem politischen Leben aus.
So hatte „Memminger Erklärung“ doch etwas bewirkt.

Das Erbe einer solchen ursprünglich gewaltfreien Konfliktbearbeitung bei gleichzeitig engagiertem Eintreten für Recht und Gerechtigkeit sollten in den Herzen aller Menschen bewahrt bleiben.

Es war ein schöner Herbsttag. Das Laub fiel schon herunter, doch die Tage waren mild.
In und vor dem Café Veronica saßen Leute und unterhielten sich, während sie den Herbst genossen. Die Kulisse war von Geräuschen wie Kaffeelöffeln beim Rühren in der Tasse oder vom Absetzen von Tassen auf Untertassen durchsetzt. Sie war angenehm, nicht wirklich laut.

Commodore Blackrock, die Edelleute von Syntronica und einige andere hatten sich einen Tisch geteilt und waren ins Gespräch gekommen.
„Vielen Dank, Madame Veronica!“, sagte Blackrock und nickte der Besitzerin freundlich zu, als sie ihm noch einen großen Kaffee brachte.

Sabine Edelfrau von Syntronica war in einem Gespräch über das Bakker-Kléber-Institut versunken, als sich etwas Merkwürdiges langsam manifestierte. Sie hatte gerade den Namen Thijs van Doorn fallengelassen, als ihr Gegenüber die Augenbrauen schräg stellte.

„Wer ist diese Person?“ fragte der dunkelblonde Mann und schaute sie nachdenklich an.
„Professor Thijs van Doorn“, wiederholte sie, „er war doch schon beim BKI, als Sie dort studierten.“ Der Angesprochene schüttelte den Kopf: „Es tut mir leid. Der Name sagt mir nichts.“
„Vielleicht haben Sie keine Vorlesungen bei ihm besucht. Mir haben seine Temporalmechanik-Stunden sehr gefallen.“
„Temporalmechanik habe ich bei Professor Noud Peeters gehabt“, sagte er und die Frau, die links neben ihm saß, nickte zustimmend.
„Er ist doch immer noch der Vorsitzende des Lehrstuhls für Temporalmechanik“, intervenierte die Edelfrau und erntete skeptische Blicke.
„Sie meinen Professor Noud Peeters, wie ich gerade schon bemerkte. Dieser ist salopp gesprochen der ewige Vorsitzende.“
„Moment!“, sagte die Edelfrau, „Professor Peters war sein Stellvertreter.“
Ihr Gegenüber und die Frau schüttelten den Kopf.

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