Zeitreise

Am 13.9.2020 fand im Römermuseum Villa Rustica ein Steampunk-Picknick statt. Zeitreisende trafen sich dort, um miteinander zu plaudern und gemeinsame Zeit zu verbringen.

Die Stimmung war wunderbar und sogar die Sonne spielte mit.

Als Souvenir gab es für jeden Besucher eine extra für diese Veranstaltung designte Dose mit Apfelschorle.

Die alkoholfreie Apfelschorle schmeckt sehr gut.

Vielen Dank an die Fotografen Gerhard Strohm und Christoph Schoder.

Ein Bericht unseres zeitreisenden Reporters aus Augsburg

Augsburg, 8. August 1629. Heute erließ Kaiser Ferdinand Ⅱ. ein antiprotestantisches Edikt.
Es verbot den Protestanten erstmals die Ausübung ihres Glaubens.

Kaiser Ferdinand Ⅱ. war nicht erst während des Dreißigjährigen Krieges zum Protestantenhasser geworden, sondern schon früher durch antiprotestantische Reden bekannt.
Diese Ausuferung war einer seiner geistigen Niedergänge, die erst wieder mit dem Westfälischen Frieden außer Kraft gesetzt wurden.

Ein Bericht unseres zeitreisenden Reporters aus London

London, 6. Juni 1844. Heute fand die Gründung der „Young Men’s Christian Association“ statt durch George Williams.
Damit wurde ein internationales Zeichen für alle „Jünglingsvereine“ gesetzt.

Er hatte das Ziel, jungen Männern in der Großstadt Glaubens‑ und Lebensorientierung zu geben.
Diese wurde im eigenen Vereinshaus auf biblischer Grundlage erteilt.
Aus dieser Idee entstand in wenigen Jahren eine weltweite Bewegung.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam es im Zuge der Industrialisierung zu christlichen Erweckungsbewegungen in Europa und Amerika.
Zahlreiche christliche „Enthaltsamkeitsvereine“ entstanden in dieser Zeit.,
Diese schlossen sich zu nationalen Verbänden zusammen.

In Deutschland entstanden auch in dieser Zeit evangelische sogenannte „Jünglingsvereine“. Aus ihnen sind später viele CVJM hervorgegangen. Der erste Jünglingsverein (und damit im Grunde der erste deutsche CVJM) reicht zurück ins Jahr 1823, mit der Gründung des Missions-Jünglings-Vereins Barmen-Gemarke.

In der Gegewart sind die einzelnen Ländergruppen unter der „World Alliance of YMCAs“ zusammengeschlossen.
In Deutschland ist der YMCA auch als CVJM – „Christlicher Verein Junger Männer“ – bekannt. Auch nennt sich „World Alliance“ hier „CVJM-Weltbund“.
In der Schweiz nennt er sich „CEVI“,

Die Botschafter der Republik Chronaspheria, Sabine und Dietmar von Syntronica, sind sehr kommunikativ. Diplomatie gehört ebenso zu ihrer Tätigkeit wie Kontakte zu knüpfen.

So kann es manchmal leider passieren, dass Personen ablehnend sind, obwohl man sich sehr viel Mühe gegeben hat.

In Stuttgart gibt es eine Gruppe, die sich „Hochadel“ nennt. Diese flanieren in historischen Kostümen vor und um die Villa Berg.

Dietmar, Edelherr von Syntronica schickte dem Hochadel eine Depesche, dass sie gerne mit ihnen flanieren würden am nächsten Termin.
Er ging darauf ein, dass die Edelleute mit vielen historischen Vereinen zusammenarbeiteten und bis jetzt nur Gutes dabei herausgekommen sei.
Auch lobte er deren Engagement bezüglich Königin Olga von Württemberg.
Er schickte ihnen auch Bilder mit verschiedenen Gruppen und Lokalitäten.
Die Bilder von den Edelleuten zeigten diese in viktorianischer Gewandung.

Der Hochadel lehnte das Treffen lapidar mit der Begründung ab, dass die Edelleute ja „Steampunks“ seien und sie eben „Hochadel“.
Die Antwort des Edelherrn, dass die Gewandung der Edelleute und die Kostüme des „Hochadels“ sehr ähnlich seien und man sich auch im Hintergrund halten würde, zog nicht.

Um aber nicht so abweisend zu sein, bot man an, dass man ja in „Zivil“ kommen könnte, sich aber im Hintergrund halten solle.

Welche Intention der „Hochadel“ verfolgte, wurde kurz nach diesem „Angebot“ klar.

Der Edelherr hatte ihnen ja Verweise zu den Fotoalben „Zeitreisende Botschafter unterwegs“ und „Viktorianisch“ geschickt, ebenso zu diversen anderen Quellen, wie die „Botschaft der Republik Chronaspheria“.

Die verantwortliche Person hatte anscheinend soviel Angst, dass die Edelleute von Syntronica kommen könnten, dass sie an jede bekannte Adresse eine Depesche schickte, mit der Bitte, fernzubleiben.

Wie bereits berichteten, waren die Botschafter der Republik Chronaspheria, Sabine und Dietmar Edelleute von Syntronica auf eine unbekannte Insel gelandet.Sie haben uns Lichtbilder überlassen, zu denen sie mit einem Abenteuer aufwarteten.

Es war an dem Tag, an dem wir von einer Mission im Jahre 1794 zurückkamen
Wir sind ja durch eine Beschädigung an der Ortstransmissionsapparatur auf eine Insel teleportiert worden anstatt nach Monasteria.
Die Insel lag irgendwo im Pazifischen Ozean nahe Babeldaob.

Wir schauten uns um und waren fasziniert von der Flora und Fauna.
Unsere Hündin Cora tollte herum und man sah, dass es auch ihr gefiel.

Bei unserem Erkundungsspaziergang kamen wir bei einem umgekippten Baum vorbei.



Wir nahmen unsere Kamera und einige Photoplatten aus dem Luftschiff und fertigten Erinnerungsbilder an.



Hinzu kam, dass das Wetter ausgesprochen schön war.



Aus welchem Grund auch immer, tat Cora plötzlich ihren Unmut kund, um uns mitzuteilen, dass irgend etwas nicht stimmte.
Wir nahmen an, dass sie beleidigt war, weil sie für kurze Zeit keine Aufmerksamkeit hatte.



Auch dem Edelherrn machte sie klar, dass irgendwas nicht stimmte. Sie bellte und knurrte auch den umgekippten Baum an.


Der Edelherr stand auf und ging um den Baum herum, um cora zu beruhigen, doch ihm fiel auf, dass der Baumstumpf, der logischerweise noch in der Erde stecken musste, nirgends in der Nähe zu finden war.


So holte die Edelfrau ein magisches Kästlein aus dem Luftschiff, das grün leuchtet, wenn etwas lebt.


Es handelte sich um eine Lebenwesen mit dem Namen „Phobaeticus serratipes„, eine Heuschrecke aus der Familie der Gespensterheuschrecken, die bekannt ist als „Wandelnder Ast“.
Dieses Tier sieht nämlich wie ein Ast aus und tarnt sich so gegen Fressfeinde.



Es gelang den Edelherrn sogar, sie zu reiten. Sie ließ sich sehr gut führen.

Copyright/Inhaber des Urheberrechts dieser Geschichte:

Dietmar Schneidewind, www.d-sch.com


Ein Bericht unseres zeitreisenden Reporters aus Prag

Prag, Böhmen, 23. Mai 1618. Heute eskalierte die angespannte Lage zwischen den Protestanten und den Katholiken in der böhmischen Hauptstadt Prag. Etwa 200 Protestanten taten ihrem Unmut kund und zogen zur Burg.

Der Anführer der Protestanten Heinrich Matthias von Thurn hatte spontan zu einer Versammlung der protestantischen Stände geladen. Ausgelöst wurde die Empörung durch den Abriss der evangelischen Kirche in Klostergrab und die Schließung der St.-Wenzels-Kirche in Braunau, befohlen vom katholischen Landesherren Kaiser Matthias.

Danach zogen er und etwas 200 Vertreter sympathisierender Stände zur Burg. Dort inszenierten sie einen Schauprozess, der darin endete, eine Gewalthandlung in der Form der sogenannten „Defenestration“ (Fenstersturz) an den königlichen Statthaltern Jaroslaw Borsita Graf von Martinitz und Wilhelm Slawata von Chlum und Koschumberg sowie dem Kanzleisekretär Philipp Fabricius vorzunehmen.

Obwohl sie siebzehn Meter tief aus dem Fenster in den Burggraben stürzten, überlebten alle drei mit leichten Blessuren.

Der Fenstersturz markierte den Beginn des Aufstands der böhmischen Protestanten gegen die katholischen Habsburger.
Sollte Kaiser Matthias angemessen reagieren, könnte es zu einem Krieg zwischen den beiden verfeindeten Parteien kommen.