Zeitreise

Auf einer Zeitreise in die ganz frühen 1900-er-Jahre traf Dietmar Edelherr von Syntronica in New Orleans auf einen schwarzen Jungen. Dieser übte am Brunnen auf einer Tuba, die er, wie er sagte, dort gefunden habe.

Er saß in der Nähe des „Colored Waif’s Home for Boys“, in der er eingewiesen wurde, nachdem er in der Silvesternacht mit dem Revolver seines Onkels wild um sich geschossen hatte. Glücklicherweise war niemand verletzt worden, doch der kleine Louis musste nun einige Zeit in der Anstalt für obdachlose, afroamerikanische Jugendliche verbringen.

Nachdem er das Kornettspiel in der Anstalt gelernt hatte, hatte er ja anscheinend die Tuba gefunden und übte sehr oft darauf.
Der Edelherr spielte mit ihm zusammen ein Lied namens „Dippermouth Blues“.

Er sagte ihm allerdings auch, dass eine Tuba nichts tauge für einen so kleinen Jungen wie ihn und legte ihn ans Herz, Trompete zu spielen, was dieser auch tat. Die Trompete war ja auch so groß wie ein Kornett.

Anfänglich spielte der Junge noch in Etablissements im Rotlichtmilieu. Er wurde aber irgendwann entdeckt und schoss nach oben als Trompeter, Sänger und Schauspieler,

Da der kleine Louis Armstrong als Kind und junger Jugendlicher mit der Tuba geübt hatte, leierten seine Wangen durch das anstrengende Blasen aus.

Seine Schulfreunde nannten ihn deswegen „Satchel mouth“, was auf Deutsch „Schulranzen-Mund“ bedeutet.
Dies war eine hämische Anspielung auf seinen großen Mund und seine schlaffen Wangen.
Der Junge mit dem Schulranzen-Mund wurde irgendwann „Satchmo“ genannt, eben als Anspielung auf den „Satchel mouth“.

Satchmo alias Louis Armstrong wurde eine Berühmtheit.

Diese seltsam anmutenden Personen sieht man momentan vermehrt.
Die scherzhaft genannten „Pest-Doctores“ sorgen während der weltumspannenden Epidemie, dass die Regeln eingehalten werden.


In diesem Jahr ist bekanntlich eine Seuche ausgebrochen, die sich von Asien über den ganzen Erdball verbreitet hat.
Diese Seuche hat zum Bedauern aller schon viele Menschenleben gefordert. Sie ist nicht zu unterschätzen, denn sie wütet seit über einem Dreivierteljahr.

Die Gesundheitsbehörden und Department Z kontrollieren gemeinsam, um das Einhalten der Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche zu gewährleisten.

Die Organisation der Zeitreisenden hat bis auf Weiteres alle Zeitreisen verboten und untersagt. Visa wurden von offizieller Stelle annulliert.
Es darf nicht passieren, dass Zeitreisende die Seuche in andere Epochen bringen und dadurch die Geschichte und die Gegenwart ändern.

Am 13.9.2020 fand im Römermuseum Villa Rustica ein Steampunk-Picknick statt. Zeitreisende trafen sich dort, um miteinander zu plaudern und gemeinsame Zeit zu verbringen.

Die Stimmung war wunderbar und sogar die Sonne spielte mit.

Als Souvenir gab es für jeden Besucher eine extra für diese Veranstaltung designte Dose mit Apfelschorle.

Die alkoholfreie Apfelschorle schmeckt sehr gut.

Vielen Dank an die Fotografen Gerhard Strohm und Christoph Schoder.

Ein Bericht unseres zeitreisenden Reporters aus Augsburg

Augsburg, 8. August 1629. Heute erließ Kaiser Ferdinand Ⅱ. ein antiprotestantisches Edikt.
Es verbot den Protestanten erstmals die Ausübung ihres Glaubens.

Kaiser Ferdinand Ⅱ. war nicht erst während des Dreißigjährigen Krieges zum Protestantenhasser geworden, sondern schon früher durch antiprotestantische Reden bekannt.
Diese Ausuferung war einer seiner geistigen Niedergänge, die erst wieder mit dem Westfälischen Frieden außer Kraft gesetzt wurden.

Ein Bericht unseres zeitreisenden Reporters aus London

London, 6. Juni 1844. Heute fand die Gründung der „Young Men’s Christian Association“ statt durch George Williams.
Damit wurde ein internationales Zeichen für alle „Jünglingsvereine“ gesetzt.

Er hatte das Ziel, jungen Männern in der Großstadt Glaubens‑ und Lebensorientierung zu geben.
Diese wurde im eigenen Vereinshaus auf biblischer Grundlage erteilt.
Aus dieser Idee entstand in wenigen Jahren eine weltweite Bewegung.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam es im Zuge der Industrialisierung zu christlichen Erweckungsbewegungen in Europa und Amerika.
Zahlreiche christliche „Enthaltsamkeitsvereine“ entstanden in dieser Zeit.,
Diese schlossen sich zu nationalen Verbänden zusammen.

In Deutschland entstanden auch in dieser Zeit evangelische sogenannte „Jünglingsvereine“. Aus ihnen sind später viele CVJM hervorgegangen. Der erste Jünglingsverein (und damit im Grunde der erste deutsche CVJM) reicht zurück ins Jahr 1823, mit der Gründung des Missions-Jünglings-Vereins Barmen-Gemarke.

In der Gegewart sind die einzelnen Ländergruppen unter der „World Alliance of YMCAs“ zusammengeschlossen.
In Deutschland ist der YMCA auch als CVJM – „Christlicher Verein Junger Männer“ – bekannt. Auch nennt sich „World Alliance“ hier „CVJM-Weltbund“.
In der Schweiz nennt er sich „CEVI“,